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An der Theaterkasse

Untertitel: Wir wären gerne weiter gekommen…

Heute wollten wir mal ins Theater. “Instant Music: Blind Date”. Theater Aachen, Außenstelle Mörgens. Vorsichtshalber habe ich heute Vormittag angerufen und 4 Karten bestellt. Die Frau am Telefon teilt mir mit: “Kein Problem. Kommen sie die entweder bis 17 Uhr im Hauptgebäude abholen oder ab 19.30 Uhr im Mörgens.” Auch für mich alles kein Problem. Um 18 Uhr zufällig am Theater Aachen vorbei gekommen und schnell reingesprungen, um zu fragen, ob die Karten vielleicht doch noch hier zu haben seien. Die Antwort, wie erwartet: “Nein”. Kein Problem für mich. War ja auch so angekündigt.

Ich: “Kann man im Mörgens auch mit Gutschein bezahlen?”
Frau: “Ja, kein Problem”

Alles bestens. Das wird ja mal ein problemloser Abend. Um 20.55 Uhr kommen wir ins Mörgens.

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Komplimente und andere Nettigkeiten

Der letzte reguläre Tag an der Uni ist eigentlich ganz positiv verlaufen. In einer Vorlesung Hinweise für die anstehende Klausur bekommen, danach noch mit ein paar Kommilitonen gesprochen und beim letzten Tutorium gabs neben harten Fakten aus der Sprachwissenschaft auch lecker Kuchen, Dickmanns und Gummibärchen. Soweit so gut. Auch die Tutoriumsgruppe hat am Ende noch einen Moment zusammengestanden und die letzten Worte eines Kommilitonen vor dem Abschied in die Ferien waren:

Du siehst aus wie ein schwuler französischer Straßenkünstler.

Und die ersten Worte einer Kommilitonin, nachdem sie mein Auto entdeckt hatte, in dem ich sie zum psychologischen Institut mitnehmen wollte, waren (und dass sie das ganz trocken und vollkommen ernst gesagt und gemeint hat macht es erst richtig schlimm):

Ah, haste Dir das Auto von Deinen Großeltern geliehen?

Heute im Posteingang

Heute erreicht mich eine eMail eines Freundes:

Hey!
Ich hab was witziges entdeckt. An einer Laterne in Aachen hängen Ast-(Baum-?)stücke, sie sind festgemacht […]. Auf jeden Fall ganz witzig, schaus dir mal an, ich hab das direkt fotografiert. Leider nur mit meiner Handycam, aber es ist zu erkennen.
Gruß,
Gemini

Bild 1

Bild 2

Das schau ich mir morgen direkt selber mal an. Soll wohl im Boxgraben sein. Irgendwelche Ideen??

Zuviel CSI gesehen?

oder zu wenig Zeitung gelesen?

Heute komme ich von der Uni nach Hause. Auf dem Weg nach Hause fahr ich Richtung Ortsausgang durch eine Einbahnstraße. Auf deren llinken Seite ein Roller und ein paar Menschen. Nichts ungewöhnliches. Ich fahre vorbei, verlasse die Einbahnstraße an deren Ende (ca. 50 Meter hinter den Menschen) und fahre auf die Straße, die aus dem Ort rausführt und an der ich wohne (ca. 70 Meter vom Ende der Einbahnstraße entfernt). Auto in die Garage. Als ich die Garage verlasse, fährt ein Roller (vermutlich der eben gesehene) auf dem Radfahrweg der gegenüberliegenden Seite Richtung Nachbarort. Mit zwei Personen. Der Fahrer, vermutlich männlich, und eine Mitfahrerin die ziemlich laut schreit und von der ich vermuten würde, dass sie keine angepasste Kleidung trägt. Ich bin nicht ganz sicher, ob sie laut kreischend mit dem Fahrer redet oder tatsächlich schreit. Ich gehe zur Straße und schaue dem Roller nach. Bis zum Nachbarort sind es von meinem Standort aus ca. 1050 Meter davon ca. 1000 Meter unbebaut mit weiten Feldern zu beiden Seiten. Auf der Hälfte der Strecke hält der Rollerfahrer an. Die Mitfahrerin höre ich noch immer schreien. Warnblinklicht (vielleicht auch nur Blinker) geht an. Nach ca. 5 Blinkintervalllen alles dunkel. Man hört noch immer Schreie bzw. lautes weibliches Reden. Kurze Zeit später geht der Roller an und kommt zurück. Mit nur einer Person auf dem Fahrzeug. Männlich, Kurzhaarschnitt, ohne Helm, wenn ich mich recht entsinne. Seltsam. Ich gehe ein paar Schritte Richtung Ortsausgang, nichts zu sehen und hören. Schnell geh ich ins Haus.

Wo ist jetzt die Taschenlampe? Und wahrscheinlich sind wie immer die Battarien leer. Aber manchmal hat man Glück: Sofort gefunden und Battarien sind auch noch voll. Und wieder raus, zu Fuß schnellen Schrittes Richtung Nachbarort. Nach nur 10 Metern höre ich ein Schluchzen auf der anderen Straßenseite. Näherkommend. Dann hört es auf, vielleicht weil sie mich bemerkt hat und geht still weiter auf der gegenüberliegenden Straßenseite in meine Richtung. Auf einer Höhe mit ihr Frage ich, ob alles in Ordnung sei und sie bejaht knapp, aber mit beinahe fester Stimme. Und geht weiter. Ich überlege kurz, gehe dann auch zurück.

Vor der Haustüre warte ich einen Moment bis sie einen Abstand zu mir gewonnen hat und gehe noch mal Richtung Ortsausgang. Nach wieder ca. zehn hinter mir Stimmen. Ca. Vier Personen die Richtung Nachbarort gehen. Ob das Mädel von zuvor dabei ist weiß ich nicht. Begenet sind sich die Gruppe und das Mädel auf jeden Fall, es sei denn, sie hat sich irgendwo versteckt. Ich entscheide mich zurück zu gehen. Die viere gehen weiter Richtung Nachbarort. Dann, ich stehe fast vor der Haustür, kommt noch ein Nachzügler, der durch leises Pfeifen auf sich aufmerksam macht und offenbar zur Gruppe aufschließen will. Alle verhalten sich relativ ruhig. Ich warte noch eine Zeit lang draußen, ob sich was tut. Aber alles bleibt ruhig. Mit schlechtem Gefühl im Magen gehe ich rein…

Hab ich jetzt zu viel CSI gesehen und dadurch eine leichte Wirklichkeitsentfremdung erlitten? Oder habe ich zu wenig Zeitung gelesen und einen zu unbeschwerten Blick auf die Welt und hätte eigentlich die Polizei alamieren sollen?

Gesunder Menschenverstand?!

Man hat sich ja daran gewöhnt, dass man auf Kaffebechern den Hinweis “Vorsicht Heiß” oder auf Plastiktüten den Hinweis bzgl. Erstinkungsgefahren bei unsachgemäßer Verwendung findet. Aber Hinweise dieser Art treiben immer wieder neue Blüten. Mit zu den bemerkenswerteren Auswüchsen gehört das Ladegerät meines Rasierapparates.

Es sind gleich drei Dinge, die es bemerkenswert werden lassen:

1. Mein über zehn Jahre altes Vorgängermodell der gleichen Preisklasse des selben Herstellers hatte noch ein praktisches Kabel, das man leicht ersetzen und überall verstauen konnte. Der x-te Nachfolger hat einen zwar recht kleinen und leichten Trafo, der aber naturgemäß mehr Platz wegnimmt, als mein altes Kabel. Und jetzt muss ich den Lader auch immer mit in den Urlaub nehmen, bis jetzt konnte ich einfach das Kabel meines Radios einfach auch für den Rasierer nutzen. Naja, dafür kann ich mich jetzt auch endlich im Urlaub mit Musik Rasieren…

2. Der Hinweis, dass man den Trafo nicht unter Wasser halten darf, ist ja vielleicht nicht ganz sinnfrei, denn der Rasierer selbst ist wasserfest. Ein bisschen seltsam wirkt es trotzdem.

Bild des Trafos mit Symbol

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Aral vs. Total

Heute, auf dem Weg von der Uni nach Hause mit meinem Auto komme ich an einer Tankstelle vorbei. Total. Gegenüberliegende Seite. Normal und Super (die ja seit etwas mehr als einer Woche preislich gleich sind) kosteten “nur” 1,30 EUR (gerundet). Na, nur noch 10 bis 20 Liter im Tank, da könnte ich ja mal tanken gehen, wird bestimmt eher teurer denn billiger. Einen halben Kilometer weiter liegt eine Aral auf meiner Fahrbahnseite. Die ist leichter zu erreichen. Allerdings: Komfort hat seinen Preis, hier genau 5 Cent. 1,35 EUR wollen die für den Liter haben.

OK, der Motor ist warm, für 5 Cent lohnt es sich den halben Kilometer zurück zu fahren. Ich komme an, prüfe vor dem tanken noch mal ängstlich den Preis an der Säule und tanke. Ich frage mich, ob Total hinter Aral herhängt oder umgekehrt, ob also Aral senken oder Total erhöhen wird. Eines von beiden muss eintreten, denn normalerweise ist der Benzinpreisäußerst homogen.

Also frage ich den Tankwart, ob der Preis zuletzt gesenkt, oder erhöht wurde, im Moment sei der Benzin ja fast geschenkt und Aral immerhin 5 Cent teurer. Er zeigt nur auf die Anzeigetafel und ich sehe gerade noch, wie aus der 1 eine 2 wird: gerade wurden die Preise auch hier um drei Cent erhöht. Da hatte ich mehr Glück als die Frau hinter mir: sie ist auch noch günstig an den Tankplatz gefahren, beim abheben des Hahns ist der Preis jedoch umgesprungen. Sie hats einen Moment zu spät gemerkt und dann aus Versehen schon gut zwei teure Liter getankt. Ob sie darauf spekuliert, dass es in absehbarer Zeit wieder günstiger wird??

Ich habe ungefähr 2,- EUR gespart mit dem einen Kilometer Umweg. Das macht glücklich 😉

Verluste

Wie jedes Jahr nach unserem Jahresabschlusstraining geht ein Teil des Folgetages dafür drauf, den Computer mit aller Peripherie wieder aufzubauen. Das ist dann immer verbunden mit dem Ergreifen der Möglichkeit, mal unter (und um) den Computerstellplatz sauber zu machen und einige Computerteile zu reinigen.

Aus meiner Tastaturreinigung von vor einigen Jahren habe ich gelernt. Damals hatte ich alle Tasten entfernt, in Wasser eingelegt und mit Bürsten malträtiert. Sauber waren die am Ende, Buchstaben auch noch alle drauf, nur trocknen wollten die nicht so schnell, wie ich das wollte. Dem Problem, nicht mehr zu wissen welche Taste wohin gehört brauchte ich mich nach dem Trocknen nicht mehr zu stellen: die Wärme der Föhns hatte alle Tasten verzogen. Seit dem habe ich meinen Logitech Desktop. Und den habe ich dieses Jahr gereinigt. Diesmal mit Druckluft. Ging wirklich gut, danach noch mit Spülmittel die Oberflächen gereinigt: alles wie neu.

Dann eine viertel Stunde unterm Tisch verbracht um alles wieder ordnungsgemäß (nicht ordentlich) zu verkabeln. Bereit zum ersten Testlauf: Computer geht an, aber keine weitere Reaktion. Kein Geräusch, keine Anzeige auf den Schirmen. Nichts. Ein paar mal probiert. Nichts. Den Sitz der Peripheriekabel überprüft (alle vier USB-Kabel waren locker): Nichts. Computer aufgeschraubt. Den Sitz aller Komponenten und Kabel grob überprüft: Nichts. Alles Peripherien ausgezogen: Läuft. Die wichtigsten (Monitor, Maus, Tastatur, Sound) wieder eingesteckt: Nichts. Und dann fiels mir wieder ein. Der Sender/Empfänger meine Maus-/Tastatureinheit ist gestern beim Abbauen gefallen. Und siehe da: tatsächlich war das der Übeltäter. Also schweren Herzens raus damit und meine alte, gar nicht saubere Cherry-Standard-Tastatur angeklemmt, zusammen mit der alten MS-Standard Maus. Nichts! Also wahrscheinlich haben die Buchsen was abbekommen (wenn sich jetzt noch mal einer beschwert, weil wir mit den Brötchen Verlust hatten dreh ich durch). Am anderen Rechner läuft die alte Maus-Tastatur-Kombination. Vielleicht hat der Sender/Empfänger es nicht mehr geschafft, den Strom den er erhält von den Datenkabeln fernzuhalten, bzw. zu dosieren…

Was tun? Versicherung? Garantie (für den PC zumindest, der Cordless Desktop ist zu alt)? Achja, als erstes eine Maus-Tastaturkombination auf USB-Basis bestellen, damit ich den Rechner wieder nutzen kann. Allerdings bin ich mir sicher, ich habe die Unterstützung für USB-Eingabegeräte im BIOS deaktiviert. Ist das schlimm? Ich dachte, das spart vielleicht Ressourcen oder/und Startzeit…

Ob es schlimm ist, die Unterstützung ausgeschaltet zu haben, werde ich im Übrigen so schnell nicht erfahren: nachdem ich den Tastatur- und den Mausstecker in die richtigen Buchsen gesteckt hatte (anstatt wie davor die Maus an den Tastatureingang und die Tastatur an den Mauseingang), liefen alle Eingabegeräte (incl. Rechner) wieder reibungslos.

Und ich dachte immer, beim Computer ist das so, dass wenn ein Stecker passt, er automatisch auch an der richtigen Stelle ist …

Lebensunterhalt und Spaßstudenten

Ich habe die erste Spaßstudentin kennen gelernt! EIne ganz nette. Sie wohnt in Aachen und hat noch ein Zimmer frei. Wir kamen ins Gespräch und sie hat mir angeboten, ich könne das Zimmer gerne nutzen. Die gute ist schon über 50, benatragt nächstes Jahr die Rente, hat bereits ein anderes Studium hinter sich und studiert jetzt zum Vergnügen (ich glaube sie selber sagte “zum Spaß”) noch mal. Sie gehört zu den 3 Prozent derer, die einen der 15 Studienplätze in BPWP erhalten haben.

Ich kenne auch eine 20-jährige, die möchte studieren, weil sie mit dem beim Studium erworbenen Wissen ihren Lebensunterhalt bestreiten will. Sie hat übrigens keinen der 15 Plätze bekommen und muss jetzt notgedrungen das zulassungsunbeschränkte Fach “Philosophie” als zweites Fach belegen. Ob sie sich jetzt wundert…?

DIE FÄHIGKEIT, UNS ZU WUNDERN, IST DAS EINZIGE, WAS WIR BRAUCHEN, UM GUTE PHILOSPHEN ZU WERDEN.

Jostein Gaarder, Sofies Welt

I. Studientag III – Quickfacts

oder einfach nur: Wow

Im Studienfach Sprach- & Kommunikationswissenschaften werden 100 Studenten in das Studium einsteigen. Von 733 Bewerbern. Also nur knapp 14 % der Bewerber haben einen Platz bekommen. Der NC lag bei 2,1. Da kann man sich wirklich glücklich schätzen, wenn man einen der Plätze ergattert hat. Dachte ich…

Das Gefühl, dass ich hatte, als ich die Zahlen zu Betriebspädagogik & Wissenspsychologie hörte, kann ich nicht in Worte fassen. Die Anzahl der Bewerber war ein bisschen geringer. Nur 501 Interessenten fanden sich für dieses Studienfach. Warum ich das "nur" gestrichen habe? Angesichts der Tatsache, dass es nur (und hier ist ein "nur" fast zu wenig) 15 Plätze gibt, ist das eine Bewerbermasse sondergleichen. Und ich habe tatsächlich das… wie will man es nennen? Glück? Privileg? Recht? Wie auch immer man es nennen mag, ich gehöre wirklich zu den 3 % der Bewerber, die dieses Studienfach studieren dürfen. Das ist ein … unbeschreibliches Gefühl.

 

Quelle

I. Studientag I – Verpatzter Start

Eigentlich halte ich mich für eine relativ offensive Person, wenn es um den Umgang mit mir unbekannten Menschen geht.

Ich komme eine halbe Stunde vor Beginn der Einführungsveranstaltung an. Vor dem Raum warten bis jetzt nur zwei Personen, die sich aber schon zu kennen scheinen. Zumindest flüchtig. Nach und nach treffen mehr Erstsemester ein und alle begrüßen sich sehr flüchtig, aber doch weniger flüchtig und unsicher als man es bei sich gänzlich unbekannten Personen erwarten würde. Mir gegenüber sind aber alle ein wenig verschlossener. Seltsam. Ich gehe im Kopf noch mal mein "Outfit" durch. Gröbere Schnitzer möglich? Farbe im Gesicht, versaute Hose, Pullover links rum? Nichts der Gleichen.

Nach ca. einer halben Stunde, also kurz vor Beginn, konnte ich das Rätsel, das langsam anfing mich ein wenig unsicher zu machen, lösen: Schon gestern war die erste Veranstaltung mit offizieller Begrüßung, ersten Informationen und ersten gruppendynamischen Veranstaltungen. Das hatte ich wohl übersehen. Aber nicht weiter schlimm: alle relaventan Informationen bekamen wir in mindestens doppelter Ausführung am heutigen Tag noch mal.

Einziger kleiner Knackpunkt: wir wurden in Gruppen eingeteilt (Tutorien), ich war in keiner, es gab jedoch eine, in die ich auf Grund meiner Studienkombination hätte reingehen sollen. Zielsicher bin ich drei mal in die falsche  gegangen, was aber jeweils nach ca. einer viertel Stunde bemerkt wurde, so dass ich weitersuchen und schließlich auch finden konnte.