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Musik Laden in AachenFinale

edit: Ich habe den Namen des Aachener Musikladens aus dem Beitrag entfernt, und nenne ihn bis auf weiteres nur noch “Musikladen xy”.

Die gute Nachricht gleich vorweg: es ist mir gelungen, gestern jede Beziehung zum Musikladen xy zu beenden.

Und jetzt der Reihe nach:

Bei meinem dritten Besuch hatte man mir auf Nachfrage bestätigt, dass alle bestellten Teile innerhalb von zwei bis drei Tagen abholbereit im Laden seien. Dass das nicht geklappt hat, hatte ich ja bereits im anderen Beitrag berichtet. Jetzt sind seit der Zusage zehn Tage vergangen und ich dachte, nach den weniger positiven Erfahrungen in der jüngeren Vergangenheit, sei es angebracht, ein wenig öfter zu erscheinen. Eigentlich entspricht das nicht meiner Art, i.d.R. bin ich ein überaus geduldiger Kunde, aber ich muss gestehen, dass ich ein wenig Bedenken hege, überhaupt jemals ein funktionierendes System von dem Laden zu bekommen.

6. Besuch:

Ich betrete den Laden. Sehe den Mitarbeiter, der mir beim letzten Mal sagte, das sei jetzt nicht mehr seine Angelegenheit und er könne mir nicht mehr weiterhelfen (siehe fünfter Besuch). Trotzdem frage ich ihn nach dem Stand der Dinge. Diesmal überaschenderweise eine kompetente Antwort: “Ach ja, wegen dem Funkheadset. Ist bestellt. Aber das ist noch nicht da.” Ich wies ihn darauf hin, dass er mir “damals” zwei bis drei Tage Wartezeit in Aussicht gestellt hat. Er meint, er könne da auch nichts machen. Es dauere halt. Daraufhin bat ich um Rückgabe des Geldes. Da müsse er nachfragen. Er rief den Chef zu sich.

Er kommt. Wenig später ist mir klar: es war die richtige Entscheidung, die “Geschäftsbeziehungen” zum Musikladen xy zu beenden. Er sagt, ich könne das Geld zurückhaben, das sei kein Problem. So weit, so gut. In meinem Beisein weist er seinen Mitarbeiter zweimal deutlich darauf hin, er müsse die bestellten Dinge jetzt natürlich abbestellen. Ich bin nicht sicher, warum ich mich genötigt sehe, mich zu verteidigen, auf jeden Fall sage ich irgendwann “Ich finde, ich bin sehr geduldig gewesen.” Ich denke, damit habe ich durchaus nicht unrecht. Aber anstatt das zur Kenntnis zu nehmen und vielleicht im besten Falle einfach nichts zu sagen, sagt er: “Nein, dass waren sie leider nicht.” Was sagt man dazu? Ich war kurz sprachlos. Fünf Sekunden später habe ich mich wieder gefasst und sage: “Also, ich habe immerhin mit drei Freunden über eine halbe Stunde hier gestanden…!” [Die Fortsetzung des Satzes konnte ich mir nur knapp verkneifen: …und ihnen mit drei Freunden über eine halbe Stunde beim aus-und einpacken und korrigieren Ihrer eigenen Fehler zugesehen!!]. Und dann sagt der: “Ja, sowas kann man halt nicht in einer halben Stunde klären.” Zum meinem (oder seinem?) Glück, habe ich eine Erziehung genossen, die es mir verbietet, Menschen mit Schimpfworten zu bewerfen, so dass ich einfach nichts mehr gesagt habe.

Fazit:

Ich halte fest:

  1. Ich hatte die Geduld, dem Menschen ewig lange bei der, meiner Meinung nach, dümmsten Fehlersuche zuzusehen (vor allem, weil ich ihn am Anfang auf den später diagnostizierten Fehler hingewiesen habe!).
  2. Ich hatte die Geduld, obwohl von zwei bis drei Tagen die Rede, zehn zu warten. Ich habe zwar zwischendurch nachgefragt, aber irgendwelche Ansprüche zu stellen; außer dem (einmal unerfüllten) nach Information.
  3. Ich hatte die Geduld, die falsche Preisangabe für die Headsets zu entschuldigen und das ohne einen einzigen noch so kleinen Vorwurf!
  4. Ich hatte die Geduld (ohne einen Vorwurf zu machen oder unfreundlich zu werden), zu entschuldigen, dass die Leute mir ein System für um 300 € verkauft hätten, das nicht funktioniert hätte!

ABER: Nicht einmal hat einer ein Wort des Bedauerns herausgebracht (sowas wie “das tut uns leid” oder so). Im Gegenteil, es wurde von mir erwartet, dass ich all’ die Stümpereien und die mir entgegengebrachte Ignoranz selbstverständlich akzeptiere und die Schuld für das nicht zu Stande kommen des Handels bei mir suche (“Und das haben sie jetzt erst gemerkt?”; “Nein, das waren sie leider nicht”)!

Naja, das ist zum Glück jetzt vorbei.

Schlussbemerkung:

Ob der von mir als “Chef” bezeichnete Mensch wirklich der “Chef” des Musikladens xy ist, weiß ich nach wie vor nicht, tut aber auch nichts zur Sache. In irgendeiner Art und Weise scheint er zumindest in der Hierarchie über den anderen zu stehen. Über die anderen Mitarbeiter, das möchte ich hier noch mal deutlich machen, kann und will ich menschlich kein schlechtes Wort sagen. Die waren immer freundlich und korrekt mir gegenüber. Ich werde ab jetzt trotzdem einen großen Bogen um den Laden machen, obwohl ich glaube, dass die Preise mindestens fair sind und die beiden Mitarbeiter sehr freundlich sind und sich immer viel Zeit für mich genommen haben.

2 Kommentare

  1. Glückwunsch 😉

    Aber…
    1.) von der Schlussbemerkung bekommt man Augenkrebs
    2.) wollen wir uns ein Spaß mit denen erlauben, so ein bisserl auf die Schippe nehmen? Vielleicht kommt da ja dann so etwas wie Genugtuung für Dich dabei heraus? Weil irgendwie ist trotzdem alles zu Deinen Lasten gelaufen…
    3.) Der Typ ist einfach dreist.

    Also, ich würd’ Dir bei irgendetwas Subtilem helfen… ???

    LG
    Chris

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