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Kostenlos & umsonst

Bei unserem Tanzsportturnier bieten wir den Teilnehmern einen Bilder- und Videoservice an, der jedes Jahr gut angenommen wird. Bilder drucken wir vor Ort für 2,- € und die Videos gab es in der Vergangenheit immer per DVD für eine beliebige Spende. Jeder konnte also selber entscheiden, wieviel ihm seine DVD wert ist. Gespendet werden konnte auch nach Erhalt der DVD. Dabei lagen die Einzelspenden zwischen 4,- € und 45,- €.

In diesem Jahr habe ich das mit den Videos etwas anders gehandhabt. Weil ich im Vorfeld schon wusste, dass ich die Videos nicht zeitnah sichten und bearbeiten (wobei “bearbeiten” i.d.R. nur “schneiden” bedeutet) kann, habe ich allen Interessenten eine eMail geschrieben, dass es die Videos in diesem Jahr später als gewöhnlich und NICHT auf DVD geben wird, sondern nur online, dafür aber kostenlos.

Es gab in diesem Jahr 14 Interessenten für die Videos, soviele wie in keinem der vorhergegangenen Jahre. Das Hochladen der Videos auf Skydrive hat 5 Tage gedauert (mit Unterbrechungen, weil ich meinen Laptop auch unterwegs brauche). Leider habe ich erst am Ende gemerkt, dass man einen Microsoft Account benötigt um dort Dateien ab einer gewissen Größe runterzuladen. Viel schlimmer: man konnte auch nicht alle Dateien online abspielen, weil Skydrive eines der beiden von mir verwendeten Formate nicht unterstützt. Und auch um die unterstützten Dateien abspielen zu können, muss Silverlight installiert sein.

Also habe ich die Dateien zusätzlich bei Youtube hochgeladen. Diesmal dauerte es 3 Tage.

Neben den Videobestellern gab es zwei Turnierteilnehmer, die neben der Videos auch Fotos bestellt hatte, jedoch nicht ausgedruckt, sondern als digitale Kopie. Sie wollten dafür zwar zahlen, aber ich habe sie gebeten, sich bei der Videobestellung daran zu erinnern, dass sie auch Fotos erhalten haben (zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, ich würde vielleicht doch noch ein Spendenkonto angeben).

Ich habe mich schließlich entschieden, auf die Angabe von Kontodaten zu verzichten und stattdessen um Gästebucheinträge zu bitten. In der eMail an die Videobesteller habe ich das wie folgt formuliert:

[…] Ich hoffe, es haben jetzt alle die Möglichkeit, auf die eine oder andere Weise auf die Videos zuzugreifen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns einen Kommentar im Gästebuch hinterlassen würdet!

Offenbar habe ich das damit zu unverbindlich formuliert. Denn die ganze Aktion, die viel zeitintensiver war, als ich anfangs erwartete (schneiden und hochladen hatte ich mir wesentlich kürzer vorgestellt), war für mich und damit auch für die Veranstaltergemeinschaft vollkommen umsonst.

Es gibt auch einen Monat später keinen einzigen Gästebucheintrag. Ein Paar hat immerhin per eMail bestätigt, dass es die Videos runterladen konnte:

Danke, hab das Video runter laden konnen.

Ein Paar hat sich per eMail für die Videos bedankt und ein Paar hat sich wegen Problemen bei mir gemeldet, die ich mit Hilfe von Screenshots zu lösen versucht habe. Ob es geklappt habt, weiß ich nicht.

Sehr ärgerlich für mich.

Ich hätte wahrscheinlich deutlicher formulieren müssen, dass der Gästebucheintrag quasi anstelle einer Spende vorgesehen ist.

So ärgere ich mich über die gefühlt total sinnlos investierte Zeit. Bleibt nur zu hoffen, dass der Service zumindest dafür sorgt, dass die Reputation des Turniers steigt.

 

2. Workshop

Vor kurzem habe ich hier schonmal eine Workshopevaluation vorgestellt. Und jetzt gab es wieder einen von uns geleiteten Workshop mit dem Thema “Wiener Walzer”. Während der letzte Workshop eine Ganztagesveranstaltung war, dauerte dieser nur 90 Minuten.

Zur Evaluation haben wir den gleichen Bogen genutzt wie beim letzten mal, jedoch ohne Abfrage des Geschlechts, da es beim letzten Mal nur geringe Korrelationen zwischen Geschlecht und Antwortverhalten gab. Die Beschreibung des Bogens und die Kritik daran steht bereits in der früheren Auswertung. Zur Erinnerung: bei manchen Items ist die Ausprägung “4” die “beste”, bei anderen die Ausprägung “1”. Zur besseren Orientierung sind die Ergebnisse eingefärbt, so dass erkennbar ist, welche die aus unserer Sicht erstrebenswerte Ausprägung ist.

Im aktuellen Workshop hatten wir ca. 20 Paare und wir haben 17 Fragebögen zurückerhalten (65 beim letzten Mal).

Vergleich der Workshopevaluationen

Insgesamt ist das Ergebnis des zweiten Workshops ähnlich positiv, wie das des ersten.

Auffallend ist der gestiegene Anteil der Teilnehmer, die gerne mehr gelernt hätten. Nur in diesem Punkt unterscheiden sich die Modalwerte der beiden Evaluationen. Wir haben in der Auswertung als Erstrebenswert erachtet, dass die Teilnehmer NICHT mehr lernen wollten, weil das ein Hinweis darauf wäre, dass die Konzeption des Workshops am ehesten die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt hat. Jedoch ist natürlich unklar, ob hinter der Angabe, mehr lernen zu wollen nicht der positive Hinweis steckt, dass die Inhalte so interessant waren, dass gerne mehr dazu gehört worden wäre, ohne damit jedoch zu implizieren, dass “zu wenig” gelernt wurde. Insbesondere in Hinblick darauf, dass es der Mehrheit weder zu langsam noch zu schnell ging, könnte hinter dieser Angabe der Wunsch zu stecken, die Workshopzeit entweder zu verlängern (das wurde von 2 Teilnehmern im Freitext geäußert) oder einen weiteren Workshop anzubieten.

Ich sollte wohl beim nächsten Mal, auch wenn dann die Vergleichbarkeit leidet, dieses Item überarbeiten. Mal schauen, ob dann auch hier alles im grünen Bereich landen wird 😉