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Let’s Dance 2010

Die diesjährige, aktuell bei rtl ausgestrahlte Staffel von Let’s Dance ist kaum einen Kommentar wert, aus tanzsportlicher Sicht sogar kaum einen Blick. Letzteres ist weniger den Tänzern als der Jury zu verdanken. In der hat leider nur Joachim Llambi einen tanzsportlichen Anspruch.

Peinlich besonders Isabelle Edvardsson: sie war professionelle Tänzerin höchster Klasse und ist Wertungsrichterin im Tanzsport. In einer Ihrer Bewertungen einer Jive-Darbietung monierte sie, dass das Abrollen über den ganzen Fuß fehlte und keine Fersenschritte zu sehen waren. Ob sie jetzt ihre Zulassung verliert?

Grund für ihre Fehleinschätzung war scheinbar, dass sie irrigerweise davon ausging, das Tanzpaar habe einen West-Coast-Swing getanzt. Das offenbart zweierlei: die Jury bedient sich (mit Ausnahme von Llambi) größtenteils an Allgemeinplätzen ohne Bezug zur tanzsportlichen Leistung (aber das konnte zumindest bei dem “Paradiesvogel” und der “deutschen Rock’n’Roll Legende” auch keiner erwarten). Außerdem ist die tanzsportliche Leistung teilweise derart schlecht irrelevant, dass selbst Profis (und zu denen gehört Edvardsson auf jeden Fall!) den dargestellten Tanz nicht erkennen können.

Let’s Dance war bis jetzt auch für Freunde des Tanzsport eine angenehme Unterhaltung, was maßgeblich auch der kompetenten Jury zu verdanken war. Auch wenn es noch nicht ganz so weit ist: die Annäherung an Formate wie das Dschungelcamp (wegen der Promis Menschen mit mindestens einem bekannten Ex-Ehepartnern), an DSDS (persönliche Schicksale kommen voll zur Geltung wie der Tod der Mutter vor fünf Jahre und Krebserkrankung des Vaters) und das Sommermädchen (Sinn? Wir brauchen keinen Sinn! Wir wollen nur unterhalten Einschaltquote) sind schwer zu leugnen. Ach ja, und eine Liebesgeschichte versucht uns rtl mit Raúl Richter und Melissa Ortiz-Gomez jetzt auch noch zu verkaufen.

Schade, hätte gut werden können 😕

Parkplatzsituation

Hier mal ein Bild von einem Parkplatz in der Eifelgemeinde Simmerath:

Parkplatz in Simmerath

Den Parkplatz gibt es da schon länger und er wurde auch immer rege genutzt. Zwischenzeitlich hat die Gemeinde eine Anpassung vorgenommen. Die Markierungen sind jetzt nicht mehr weiß, sondern dunkel grau.

 

Neue Markierung(Bild mit der Maus berühren, für weitere Ansicht)

Jetzt passt das Kontrastverhältnis von Markierung zu Untergrund perfekt zu dem direkt nebenan liegenden Parkplatz der Raiffeisenbank. Vielleicht fragt man sich, woher die Gemeinde das Geld für diese modische Anpassung nimmt.

Ein Bekannter von mir bekam kürzlich die Antwort an die Windschutzscheibe gesteckt. Und zwar in Form eines Strafzettels für parken auf dem Parkplatz Bürgersteig. 25,- €. Ein Anruf bei der Gemeinde blieb ohne Erfolg. Von einem unmittelbar am Parkplatz Bürgersteig tätigen Gewerbetreibenden erfuhr ich, dass die Gemeinde kurz nach der farblichen Anpassung Infozettel an alle ab dann dort parken Autos geheftet hat, mit dem Hinweis, dort sei von nun an nicht mehr zu parken. Leider hat mein Bekannter diese Aktion verpasst. Verpasst hat die Gemeinde leider auch die Möglichkeit, das Geld für die Infozettel und deren Verteilung in ein Hinweisschild/Halteverbotsschild zu investieren. Dann wüssten jetzt auch die Bescheid, die in der Zeit der Hinweiszettel den Parkplatz Bürgersteig nicht zum Parken genutzt haben.

Anmerkung: Die Umwandlung der Parkzone in Bürgersteig an sich will ich nicht kritisieren. Es handelt sich um eine Maßnahme, die meines Wissens vor allem den Bewohnern der nahegelegenen Seniorenresidenz zugute kommen soll, denn die hatten (wie auch alle übrigen Passanten) keine Möglichkeit diese Stelle auf einem Bürgersteig zu passieren, weil an beiden Straßenseiten Parkplätze so weit auf den Bürgersteig reichten, dass er nicht mehr zu passieren war (insb. mit einem Rollator oder auch Rollstuhl).