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Schreibtisch-Stromversorgung

Ich hatte ja unlängst davon erzählt, dass ich meine Master-Slave-Steckdosenleiste am Schreibtisch aus unterschiedlichen Gründen gegen eine relativ einfach 12-fach-Leiste ausgetauscht habe. Das habe ich jetzt nochmal gründlich überarbeitet.

Mit der 12-fach-Steckdosenleiste hatte ich es so organisiert, dass alle Verbraucher auf, an und um meinem Schreibtisch permanent mit Strom versorgt werden. Im Prinzip ist das ok, man kann die Geräte ja ausschlalten bzw. verbrauchen sie im Standby kaum Strom. Aber ich muss jobbedingt ein Netzwerktelefon nutzen. Mit Headsetstation. Und weil unser Internetanschluss im Erdgeschoss ist, muss oben permanent eine Fritzbox als Repeater laufen, damit das kabelgebundene Telefon Anschluss findet. Die “Jobgeräte” verbrauchen ca. 15 Watt. Rund um die Uhr und am Wochenende.

Die 12-fach-Leiste hat zwei getrennte Schalter. Ich hätte die also nutzen können, um die “Jobgeräte” nur bei Bedarf einzuschalten. Aber die Steckdosenleiste liegt unter dem Schreibtisch in einer Kabelwanne. Ich habe mir eine andere Lösung überlegt.

Statt der neuen 12-fach Leiste habe ich meine alte Master-Slave-Steckdosenleiste wieder rausgekramt. Dort bildet mein Laptop jetzt den Master. Dahinter hängen jeweils als Slave der Monitor, die PC-Lautsprecherboxen und die Höhenverstellung des Schreibtischs (ohne Kinder hätte die permanent Strom, aber so – einfach sicherer).

Die Master-Slave-Leiste selber hängt in einem Smart-Home Stecker. Wenn die Leiste länger als 10 Minuten weniger als 15 Watt verbraucht, dann geht die Heizung aus. Die hatte ich bisher andauernd vergessen runter zu drehen zu klicken.

Dann gibt es einen zweiten Smart Home Stecker. Die versorgt alle “Jobgeräte”. Verbraucht die Master-Slave-Steckdosenleiste während meiner Arbeitszeit für 10 Sekunden mehr als 25 Watt, dann gehen die “Jobgeräte” an. Fällt der Stromverbrauch zu einer beliebigen Zeit für länger als eine Stunde unter 25 Watt, dann gehen die “Jobgeräte” aus. Die Stunde Zeitpuffer habe ich eingebaut, damit das Headset nach Feierabend noch eine Stunde laden kann

edit 17.03.2022: Habe in den Kommentaren nachgerechnet: meine Investiton in die Smart-Home Stecker hat sich zu meine Überraschung nach nur ca. dreieinhalb Jahre gerechnet.

3 Kommentare

  1. Klingt mega overengineered aber cool =) Die Frage ist ja jetzt, was deine smarten Steckdosen gekostet haben und wieviel die so verbrauchen, aber du hast ja offenbar ein gutes Stück “convenience” gewonnen, dass ist ja auch was wert

    1. Ja, hatte überlegt was zu den Kosten zu schreiben, aber den Spiegel wollte ich mir selber lieber nicht vorhalten.
      Aber angespornt durch Deinen Kommentar habe ich doch mal grob nachgerechnet.

      Prämissen:
      – 29,69 ct/kwh
      – Jobgeräte laufen 14 Std. pro Tag “sinnlos”
      – 365 Tage im Jahr
      – 12 Watt Verbrauch

      Anmerkungen:
      Der reale Verbrauch der Jobgeräte liegt etwas höher, aber ich habe einen sehr großzügigen Puffer für den Stromverbrauch der smarten Zigbee-Steckdosen einkalkuliert.
      365 Tage mit 14 Stunden ist eigentlich viel zu niedrig gegriffen, aber vielleicht hätte ich meine Geräte im Urlaub und gelegentlich am Wochenende doch ausgeschaltet, so dass das irgendwie hinkommt.
      29,69ct/kWh ist unser tatsächlicher Preis.

      Ergebnis
      Pro Jahr wären da gut 18,- € “verschwunden”. Im schlechtesten Fall hätte sich die Investition damit in dreieinhalb Jahren gerechnet. Das ist ungefähr 10 Jahre früher, als ich gedacht hätte

      1. Hach Stefan, herrlich genau in solchen Gesprächen habe ich mich mit dir immer gern verloren das müssen wir mal wieder machen!

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