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GastbeitragLego und Amazon

Es gibt immer wieder Ereignisse, die uns sehr irritieren… So wurde unlängst bei Amazon ein Lego Architecture Set verkauft und versendet… ganz genau wir schreiben über jenes Spielzeug, mit welchem aus kleinen Bausteinen große Bauwerke enstehen… Soweit so gut, die Grundbedingungen sind also geklärt… Das Paket auf dem Weg zum Käufer… Dort sollte es dann im Regelfall auch verbleiben… So wunderte sich der Verkäufer über den Hermesboten, der ein Päckchen ins Haus brachte… Toll verpackt und echt groß… noch mehr Staunen, in dem Packet findet sich der gerade erst verkaufte Lego Bausatz des Gugenheimmuseums… Verdammt, der sollte doch schon beim Käufer sein… Aber Moment: neu verpackt… es scheint Absicht zu sein, dass dieser Bausatz wieder hier ist… Bei weiterer Untersuchung des Packetinhalts findet sich ein Zettel mit der Begründung für die Rücksendung:

Artikel wurde in Einzelteilen versendet!

Da fragt sich der Verkäufer völlig irritiert: “Wie irre kann die Welt denn sein?!”

König Kunde

Zum Thema Hochschulbibliothek hätte ich übrigens noch was. Den Beitrag hatte ich noch unveröffentlicht hier “rumliegen”, die Umbaumaßnahmen sind mittlerweile abgeschlossen.

Die Hochschulbibliothek der RWTH-Aachen befindet sich zur Zeit in einer größeren Umbauphase. Darunter leiden leider auch die Nerven der Mitarbeiter. Oder besser gesagt: hoffentlich leiden die Nerven darunter. Denn das wäre die einzige denkbare Entschuldigung für das Verhalten der Mitarbeiterin von heute.

Gestern habe ich in der Hochschulbibliothek Bücher abgeholt, die ich per Internet vorbestellt hatte. Zu Hause merkte ich, dass die Bücher in meinem Online-Konto nicht als abgeholt markiert waren, sondern immer noch als für mich “bereitliegend”. Das kam mir seltsam vor.

Heute konnte ich neben anderen zwei der falsch verbuchten Bücher wieder zurückbringen. Ich erklärte schon vor der Rückgabe, dass scheinbar ein Buchungsfehler vorliegt und noch weitere Bücher betroffen sind. Die Mitarbeiter waren sichtlich bemüht, den Fehler im System zu korrigieren; der Fall sorgte für einige Aufregung beim Personal, weil das System einen solchen Fehler bei korrekter Bedienung eigentlich nicht zulässt. Außerdem war man froh, dass ich die Bücher überhaupt zurückgebracht habe.

Dann aber wurde der Fall zur Chefsache: eine sehr wichtige Frau betrat den Rückgabebereich und ließ sich alles noch mal erklären. Vorwurfsvoll fragte sie mich:

Also Sie haben jetzt noch Bücher zu Hause die hier im System als noch hier lagernd verzeichnet sind?

Ich musste das leider bejahen. Die Mitarbeiterin wirkte genervt. Sie begann zu tippen. Zwischendurch fragte sie in immer noch vorwurfsvollem Ton:

Hat der Mitarbeiter die Bücher bei der Abgabe denn nicht gescannt?

Weil ich bei der Buchausgabe immer sehr genau darauf achte, was der Mitarbeiter mit den Büchern macht, bevor er sie mir aushändigt konnte ich zum Glück sehr überzeugt antworten:

Keine Ahnung, ich schätze schon.

Die Laune der “Chefin” verbesserte sich dadurch nicht. Aber was soll ich machen? Achtet Ihr immer darauf, ob die Kassiererin beim ALDI die richtigen Tasten drückt? Ich achte eigentlich nur darauf, ob die Beträge grob plausibel scheinen… Während die “Chefin” sich weiter um den Fall kümmerte, belehrte sie übelgelaunt alle umstehenden Mitarbeiter. Man müsse den neuen Mitarbeitern halt immer über die Schulter schauen und die nicht einfach machen lassen. Sonst passiere sowas andauernd und dann habe man den Schlamassel. Aber das interessiere natürlich sonst keinen.

Dann wurde ich wieder angesprochen:

Ich habe jetzt hier eine Notiz eingefügt, dass Sie die Bücher haben, Sie müssen die jetzt allerdings schnellstmöglich hier vorzeigen, damit wir wissen, dass sie die haben oder ob sie die nicht haben.

Auf meine Frage, ob ich dafür (erfundene) 20 Kilometer nach Hause fahren soll um die Bücher zu holen, reagierte sie gar nicht. Auf den Hinweis, es handele sich hier nicht um einen Fehler von mir und es wäre doch nett von mir, dass ich überhaupt was gesagt hätte erklärte sie mir folgendes:

Das weiß ich, aber das tut ja nun nichts zur Sache. Wenn hier steht, Sie hätten die Bücher bestellt und die sind nicht hier, dann müssen sie die ersetzen. Das ist nun mal so.

Die perfekte Vorlage für eine hitzige Debatte einen wortlosen Abgang. Ich habe keine Ahnung, was sie mir noch hinterhergerufen hat. Es klang ein bisschen verzweifelt aber immer noch nicht freundlich.

Eins ist klar: wenn man für den Fehler eines anderen vor anderen Kunden und Mitarbeitern derart blöd runtergemacht wird, hinterlässt das keinen guten Eindruck. Beim nächsten Mal überlege ich zweimal, ob ich die Bücher nicht lieber bei eBay versteigere. Denn auch wenn die “Chefin” was anderes meint: wenn die die Bücher nicht finden, muss natürlich nicht derjenige die ersetzen, der sie zufällig bestellt hat.

Nutzungspotentiale von Spanngurten

Spanngurte sind ja äußerst vielseitige Hilfsmittel. Ob man nur ein bisschen Gepäck im Kofferraum fixieren will, oder einen 12-Meter Baum auf einem Anhänger: Spanngurte sind immer die richtige Wahl. Eigentlich dachte ich, man könnte mich was Einsatzgebiete dafür angeht nicht mehr überraschen, aber dann war ich zufällig mal in Belgien:

Kirchturm mit Spanngurten gesichert(Bild mit der Maus berühren für Detailansicht)

Ich konnte es erst selber nicht glauben aber tatsächlich: mehrere, miteinander verbundene Spanngurte sind um den Kirchturm gespannt. So wird der garantiert ewig halten

Sein Geld wert?!

Ein Familienmitglied war kürzlich unverschuldet in Autounfall verwickelt. Ein Gutachter sollte den Schaden feststellen. Sichtbar waren für mich massive Kratzer an Kotflügel und Fahrertür und ein kaputter Außenspiegel. Ich habe das Auto am Tag des Unfalls gesehen.

Der Gutachter hat das Auto ein paar Tage später gesehen.  In seinem Gutachten waren einige Schäden aufgeführt. Der Preis für seine Arbeit lag bei über 400,- €. Der beschädigte Spiegel wurde nicht erwähnt. Auf Nachfrage ließ er das Familienmitglied wissen, der Spiegel müsse nach dem Unfall kaputt gegangen sein, weil er zum Zeitpunkt des Gutachtens noch nicht beschädigt und deswegen nicht im Gutachten aufgeführt war.

Wie er diesen Standpunkt begründen will ist mir schleierhaft. Immerhin gibt es mindestens fünf Personen, die den beschädigten Spiegel am Tag des Unfalls gesehen haben.

Wenn der 400-Euro-Gutachter schon offensichtliche Schäden nicht erkennen kann, welche verdeckten mag er dann wohl übersehen haben…

E10

Gestern im Auto habe ich Nachrichten gehört. Jetzt wo Guttenberg weg ist, kann man ja mal endlich über  E10 reden. Topmeldung: irgendwer behauptet, E10 schade allen Autos, nicht nur den alten. Eigentlich war die Reaktion der Autohersteller auf diese Meldung klar:

Wir haben das schon lange getestet und daraufhin die Listen rausgegeben, welche Automobile den E10-Kraftstoff tanken dürfen und welche nicht.

Eine andere Reaktion ist gar nicht möglich, denn die Listen [1] sind seit Monaten online! Kurioserweise kam aber von Seiten der Autoindustrie, zumindest laut meinem Radiosender, eine ganz andere Reaktion. Angeblich hätten “die Autohersteller” sinngemäß folgendes gesagt:

Wir müssen die Verträglichkeit von E10 für die Kraftfahrzeuge überprüfen.

Hm, eine neue Kraftstoffsorte wird auf den Markt gebracht, Autohersteller bescheinigen die Verträglichkeit ihrer Fahrzeuge mit dem Kraftstoff, der Kraftstoff wird (wenn auch scheinbar wenig) getankt und dann kommen Zweifel auf und die Hersteller sagen: wir müssen das prüfen?! Auf welcher Grundlage haben die denn vorher die Listen erstellt, auf die man sich verlassen sollte?

 

Neulich Abend

Neulich Abend waren wir auf dem Weg vom Essen nach Hause. Wir waren zu viert im Aut0. Ich saß hinten. Es klang für mich wie nebenbei bemerkt als der Fahrer an einer Kreuzung, an der wir rechts abbiegen mussten meinte “Was ist das denn” und dann links abbog.

Wir fuhren eine Straße rauf, an der in unserer Fahrtrichtung links Parktaschen waren. In einer dieser Parktaschen lag ein Motorrad (oder ein Roller). Und wenig davon entfernt ein Mann. Mit dem Gesicht in seinem Blut. Und noch keiner war da. Wir hielten an. Die Aufgabenteilung war für mich ziemlich schnell klar: wir hatten eine Krankenschwester dabei und eine nach meinem Wissen mit solidem Wissen ausgestattete Ersthelferin. Also stieg ich zwar aus, blieb aber zurück. Die “Ersthelferin” rief sofort den Rettungsdienst. Zwischenzeitlich kam ein Radfahrer dazu, von dem ich glaube, dass er der hiesige Hausarzt ist.

Der Motorradfahrer lag einigermaßen stabil auf der Seite und stöhnte wie ein verletzter Volltrunkener (die Krankenschwester erklärte mir nachher, dass seien die normalen “Laute” einer unter Schock stehenden Person). Dann wurde es auf einmal hektisch: ein Auto mit Anhänger hielt an, eine junge Frau stieg aus und musste sich sichtlich anstrengen ruhig zu bleiben. Gelegentlich war sie kurz davor, die Beherrschung zu verlieren: es war die Tochter. Außerdem waren zwei weitere Personen im Auto. Eine davon war mutmaßlich die Ehefrau (so die Einschätzung meiner Mitfahrer; ich selber bin diesbezüglich unsicher). Sofort übernahmen sie das Zepter. Kümmerten sich irgendwie leicht unbeholfen um den Verletzten.

Der komischste Moment: die Tochter ruft:

Seitenlage! Mach mal Seitenlage! — Ihr habt doch alle den Führerschein!

Kurz nachdem die Forderung nach stabiler Seitenlage im Raum stand, war das Ziel der im Auto angereisten Familie des Verletzten, den Verletzten möglichst schnell ohne Rettungswagen weg zu bringen. Die Frau bat uns energisch den Krankenwagen abzubestellen, was auch problemlos möglich war. Sie alle seien Familienmitglieder und kümmerten sich jetzt darum. Dann haben die den Verletzten irgendwie ins Auto verfrachtet und weggefahren. Das Zweirad des Verletzten wurde auch sofort von einem der Autoinsassen weggefahren. Und schon standen wir alleine da. Nummernschilder haben wir vorsorglich mal notiert.

Mein Bedarf an (skurrilen) Notruf-Situationen ist damit für diesen Monat fürs erste gedeckt…

Neulich Nacht

Es war zwischen 5 und 6 Uhr morgens und ich schlief in dieser heißen Sommernacht, als in dem großen Mietgebäude vier mal ein lauter Hilfeschrei zu hören waren gefolgt von einem lauten, massiven Klirren, das mich aus dem Schlaf riss. Meiner Einschätzung nach entweder das Klirren eines Stapels mit mindestens 10 Speisetellern oder das Einschlagen einer (Gebäude-)Fensterscheibe. Dann Ruhe. Der Schreck saß in allen Gliedern. Man konnte nicht genau zuordnen, ob die Schreie und das Klirren von drinnen oder draußen kamen. Es schien aber relativ nah zu sein.

Innerhalb der folgenden Minute wieder ein ebenso lautes, massives Klirren. Dann Ruhe. Alleine in dem Haus, in dem ich schlief waren mindestens zehn Parteien, die das Schreien, mindestens aber das Klirren ebenfalls gehört haben. Aber im ganzen Haus blieb es still. Wahrscheinlich Schockstarre, weil keiner wusste, was passiert war und ob man sich in Gefahr befindet. Dann hörte man jemanden vor dem Gebäude langgehen.

Innerhalb der nächsten 5 Minuten wieder ein Klirren, diesmal deutlich leiser. Und wieder Stille.

Im Zimmer liegt Parkettboden, der jeden Schritt mit einem deutlichen Knarzen quittiert. Die Balkontüre ist geöffnet. Liegenbleiben und warten? Gehen und riskieren gehört zu werden? Innerhalb von geschätzt zehn Minuten nach dem ersten Klirren bin ich im Kopf alle Optionen und aus Filmen bekannte Schreckensszenarien durchgegangen und wieder einigermaßen klar im Kopf. Es ist noch immer ruhig.

Ich stehe auf, verlasse das Zimmer mit der geöffneten Balkontüre. Der Boden knarzt. Ich habe mittlerweile mein Handy eingeschaltet und bin in einem Zimmer ohne nach außen offenes Fenster. Ich wähle die Nummer der Polizei. Ich schildere, was geschehen ist. Ich merke, dass meine Stimme leicht zittert. Noch bevor ich das dritte Klirren erwähnt habe unterbricht mich der Polizist.

Bis jetzt hat sich noch niemand sonst gemeldet. Eine Streife ist in der Nähe.

Das Gespräch ist beendet, ich gehe wieder ins Bett. Minuten später hört man abermals draußen jemanden gehen. Wenig später sieht man den Schein einer Taschenlampe und hört abermals eine Person. Ich erinnere mich, wie leicht man hier am Gebäude die Fassade raufklettern und die Balkone erreichen kann (Mainachterfahrungen). Ich entscheide mich, nachzusehen. Ich gehe auf den Balkon; ausgerüstet mit einer Blumenvase für langstielige Schnittblumen, die ich als zur Selbstverteidigung geeignet erkoren habe, aber in Wahrheit nur zu meiner psychologischen Beruhigung mitnehme.

Es ist dämmrig. Man kann weit sehen und ausreichend deutlich. Und ich sehe: niemanden. Ich schaue sehr genau. Der Wind hatte in einer der vorhergegangenen Nächte Bäume gegen das Haus geworfen, die jetzt hinter dem Haus lagen. Sie sorgten einerseits dafür, dass man deutlich hören konnte, dass es eine einzelne Person war, die dort gegangen war (oder mehrere mit deutlichem zeitlichen Abstand), andererseits dafür, dass man sich gut hätte verstecken können.

Ich blieb eine Weile, das Umfeld prüfend, auf dem Balkon, fand aber nichts Ungewöhnliches. Ich ging wieder ins Bett. In der verbleibenden Nacht wurde jedes Geräusch zum Schlafräuber.

Um 9 Uhr am morgen hörte man etwas, nachdem die ganze Nacht nichts besonderes zu hören war, das sich anhörte als trete jemand in Scherben. Ich ging sofort auf den Balkon. Die folgenden zwei Handlungsstränge liefen gleichzeitig ab:

1.
Eine männliche Person Anfang bis Mitte 20 sprinntet hinterm Haus entlang, springt über die im Weg liegenden Bäume und verschwindet in Richtung Park.

2.
Eine weitere männliche, für mich nicht sichtbare, Person telefoniert lautstark:

Schnell, der hat die ganze Wohnung verwüstet. [Adresse]. Hier liegt [ist] überall [??]. Der läuft gerade Richtung Park.


Fazit:

Ein Einbrecher, der in der Nacht einbricht, die Wohnung verwüstet und wartet, bis ein Bewohner zurückkommt? Wohl kaum. Die Story hinterm Ereignis bleibt im Dunkeln.

Wer hat vorher “Hilfe” gerufen?

Scheinbar hat tatsächlich niemand außer mir die Polizei verständigt (bei mindestens 10 Parteien, die das hören konnten).

Zivilcourage scheint eine Utopie zu sein. Aber das wussten wir ja schon

Essen in Aachen IV

Die RWTH Aachen ist seit einiger Zeit um ein Wahrzeichen reicher und Studenten um eine Aufenthaltsgelegenheit in unmittelbarer Uninähe. Das SuperC mit dem C-Café. Neulich war auch ich mit Kommilitonen dort zu Gast. Im Angebot des Cafes findet man u.a. auch Müsli von mymuesli. Das wollte ich schon immer mal probieren und habe deswegen (trotz recht hohem Preis) mal einen Becher bestellt.

Man wählt im C-Café aus einer relativ kleinen vorhandenen Auswahl eine Müslisorte aus, bekommt eine kleine Tüte frische Milch dazu einen großen und einen kleinen Löffel. Den großen Löffel musste ich leider sofort reklamieren, denn der war nicht sauber.

Die Mitarbeiterin sah den Löffel an, sah die Verschmutzung, ging zum Löffelvorrat des Cafes und … begann zu suchen! Sie nahm mindestens drei mal einen Löffel in die Hand, begutachtete ihn und legte ihn beiseite. Schließlich fand sie aber immerhin einen sauberen, den sie mir geben konnte.

Zeit für eine neue Spülmaschine im Wahrzeichen??

Amateurtanzsport

Es geht um 2 Millionen Euro. Es ist Spiel 7 in der Aprilfolge von “Schlag den Raab” als Stefan Raab mit seinem Mountainbike stürzt und kurzzeitig das Bewusstsein verliert. Die Chancen auf 2 Millionen für den Herausforderer Hans Martin steigen schlagartig an. Doch anstatt die Runde zu beenden bricht Martin seine Runde ab um nach Raab zu schauen.

Ortswechsel: Wir sitzen bei Hessen Tanzt. Das größte Tanzsportturnier in Deutschland. Für Amateure. Einer Dame reißt die Perlenkette. Der Tanz geht weiter. Einige Wertungsrichter werden wegen der drohenden Gefahr sichtlich nervös. Versuchen sogar während des Tanzes die ersten Perlen zu entfernen. Am Ende sind viele Hände zur Stelle um alle Perlen aufzusammeln.

Am gleichen Ort Minuten später auf der gleichen Fläche: Es tanzen andere Paare auf neue Musik. Ungefähr das halbe Lied ist gespielt, da stürzt eine Dame. Die Ursache konnte ich nicht erkennen. Auf allen sechs simultan betanzten Flächen wird der Tanz fortgesetzt. Sekunden nach dem Sturz ist es sogar auf der Tribüne deutlich zu erkennen: die Gestürzte ist nicht bei Bewusstsein. Der Tanzpartner nimmt Sie schützend & stützend in den Arm. Um ihn herum und auf den anderen Flächen wird munter weitergetanzt. Kurze Zeit später findet sie ihr Bewusstsein wieder. Einige Sekunden vergehen und zwei Personen bahnen sich den Weg durch die munter Weitertanzenden. Irgendwann ist der Tanz regulär beendet. Die Verletzte wird von ihrem Tanzpartner und den beiden zu Hilfe geeilten an den Rand der Fläche begleitet, wo bereits Helfer eines Rettungsdienstes warten. Die unverletzten Tänzer der Hauptgruppe 1 im Standard konnten ihren Tanz ungestört beenden. Das Geschehene haben Sie ignoriert nicht bemerkt. Und die Turnierleiter? Weder die Oberturnierleitung noch die Flächenleitung reagierten. Der Zeitplan ist schließlich eng. Naja, und die Wertungsrichter… die haben getan, wofür sie bezahlt werden: Paare bewerten.

Nein, bei Hessen Tanzt, dem Amateurtanzturnier geht es nicht um Geld. Es geht um persönlichen Erfolg.

Parkplatzsituation

Hier mal ein Bild von einem Parkplatz in der Eifelgemeinde Simmerath:

Parkplatz in Simmerath

Den Parkplatz gibt es da schon länger und er wurde auch immer rege genutzt. Zwischenzeitlich hat die Gemeinde eine Anpassung vorgenommen. Die Markierungen sind jetzt nicht mehr weiß, sondern dunkel grau.

 

Neue Markierung(Bild mit der Maus berühren, für weitere Ansicht)

Jetzt passt das Kontrastverhältnis von Markierung zu Untergrund perfekt zu dem direkt nebenan liegenden Parkplatz der Raiffeisenbank. Vielleicht fragt man sich, woher die Gemeinde das Geld für diese modische Anpassung nimmt.

Ein Bekannter von mir bekam kürzlich die Antwort an die Windschutzscheibe gesteckt. Und zwar in Form eines Strafzettels für parken auf dem Parkplatz Bürgersteig. 25,- €. Ein Anruf bei der Gemeinde blieb ohne Erfolg. Von einem unmittelbar am Parkplatz Bürgersteig tätigen Gewerbetreibenden erfuhr ich, dass die Gemeinde kurz nach der farblichen Anpassung Infozettel an alle ab dann dort parken Autos geheftet hat, mit dem Hinweis, dort sei von nun an nicht mehr zu parken. Leider hat mein Bekannter diese Aktion verpasst. Verpasst hat die Gemeinde leider auch die Möglichkeit, das Geld für die Infozettel und deren Verteilung in ein Hinweisschild/Halteverbotsschild zu investieren. Dann wüssten jetzt auch die Bescheid, die in der Zeit der Hinweiszettel den Parkplatz Bürgersteig nicht zum Parken genutzt haben.

Anmerkung: Die Umwandlung der Parkzone in Bürgersteig an sich will ich nicht kritisieren. Es handelt sich um eine Maßnahme, die meines Wissens vor allem den Bewohnern der nahegelegenen Seniorenresidenz zugute kommen soll, denn die hatten (wie auch alle übrigen Passanten) keine Möglichkeit diese Stelle auf einem Bürgersteig zu passieren, weil an beiden Straßenseiten Parkplätze so weit auf den Bürgersteig reichten, dass er nicht mehr zu passieren war (insb. mit einem Rollator oder auch Rollstuhl).