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Mein erstes MalSpielhölle

Jeder kennt wahrscheinlich die klassischen Spielhöllen, die von außen nur den Blick auf einige Automaten erlauben… weiter bin ich bis jetzt nie gekommen, denn die Automatenspiele haben mich nie gereizt. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich sie nicht verstehe 😉

Heute war ich nach einer Vorlesung mit einer Freundin in der Stadt. Habt Ihr schon mal einen Rucksack mit Laptop (incl. Zubehör), Ordner, Büchern und einer Glaswasserflasche (halb voll bzw. halb leer) durch die Stadt geschleppt? Ich kann Euch sagen: es schmerzt spätestens nach einer Stunde! Aber zum Glück hat meine Begleitung Kontakt zu einigen Leuten aus einer zentral in Aachen gelegenen Spielhölle (ich hoffe, die Bezeichnung als “Spielhölle” ist nicht wertend), bei der wir unsere Sachen, vor allem meine, zwischenlagern konnten.

Ich hatte damit gerechnet, einen kleinen Vorraum mit einigen Automaten zu betreten, was sich bestätigte, und im weiteren vielleicht einen anderen ähnlich großen Raum mit noch ein paar Automaten zu finden.

In Wirklichkeit war diese Einrichtung unerwartet groß: Auf zwei Etagen mit mehreren Räumen gabs alle möglichen Automaten (die zwar, wie man es aus Kneipen kennt, wie verrückt bunt blinken, aber angenehmerweise auf das Abspielen der in Kneipen üblichen Töne verzichten) und auch Billiard-Tische. Alles Videoüberwacht und um die Toilettenräume zu betreten muss man am ebenfalls videoüberwachten Eingang erst klingel und (kurz) warten, bis einer der Angestellten an der Videoüberwachung den Türöffner betätigt.

Warum halte ich meinen Besuch erwähnenswert? Ich war zum einen überrascht, wie groß der “Komplex” in Wirklichkeit ist, der sich hinter dem unscheinbaren Eingangsbereich versteckt. Ich war erstaunt zu hören, dass man während der Spielzeit kostenlos mit Getränken versorgt wird (bzw. an den Billiardtischen ein Freigetränk erhält). Ich hätte nicht erwartet, so viele Angestellte anzutreffen (ich weiß nicht wie viele es waren, aber es waren auf jeden Fall mehr als zwei). Und auch Gäste hätte ich um die Mittagszeit dort in kleinerer Zahl vermutet. Außerdem habe ich immer das Bild von spielsüchtigen, abwesenden, vor Automaten hockenden Menschen im Kopf, wenn ich an Spielhöllen denke. Aber ich habe niemanden gesehen der alleine da war. Und die Billiardtische passen natürlich gar nicht mein Bild.

Man lernt nie aus…

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