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Penn – Ball 2008

oder: das schönste Geburtstagsgeschenk??

Die ‚harten’ Fakten vorneweg:
Eintritt: 11,– €
Beginn: 20 Uhr
Cola/Limo/Wasser: 1,60 €
Parken: 7,50 € für knapp 7 Std.

Pennball 2008 Stadtgarde Öcher Penn Session
Mit Geburtstagsgeschenken ist das ist ja manchmal so eine Sache. Man weiß nicht immer wie sie ankommen. Meine Tanzpartnerin hat sich dieses Jahr besonders weit aus dem Fenster gelehnt und mir eine Eintrittskarte für den Penn-Ball 2008 geschenkt. Keiner von uns kannte die Veranstaltung und zum Geschenk dazu gehörte auch eine Begleitperson: meine Tanzpartnerin selber 😉 Da keiner mit hingehen wollte, bliebs auch bei uns beiden. Grundsätzlich ist das nicht besonders schlimm, aber zu zweit auf einer Party ist ja tendenziell eher kritisch.

Eintrittskarte vom Penn-Ball

Aber was solls, daran haben wir im Vorfeld vorsichtshalber einfach keine Gedanken verschwendet. Also: hin. Um 20.30 Uhr waren wir im Parkhaus und den Zufall des Abends hatten wir dann auch schon, bevor die Party eigentlich losging: Zur gleichen Zeit parkt genau gegenüber von uns (also Motorhaube an Motorhaube) die Mutter meiner Freundin 🙂 Während meine Tanzpartnerin sich im Auto noch ein bisschen fertig macht (typisch Frau, oder? 😉 ) habe ich ein paar Worte gewechselt, dann verschwand sie mit ihrer Clique im Eurogress. Wir tatens ihnen gleich und wurden schon alleine von den räumlichen Ausmaßen der Veranstaltungsstätte erschlagen: 7 Bands und 1 DJ sorgten in 5 verschiedenen Sälen/Foyerflächen im Wechsel für Beschallung. Das auf einer Gesamtfläche von 4850m² auf der sich laut der Homepage vom Eurogress mehr als 2.000 Menschen unterbringen lassen.

Der Musik zu entfliehen war unmöglich, aber auch nicht nötig, denn bis auf einen Alleinunterhalter im Eingangsbereich, der die Empfangsband später ersetzt hat, waren ausnahmslos alle Bands gut und die Musik bot entlang des Karneval- und Partymainstreams für jeden Geschmack etwas: Party-Karnevalsmusik, 80er/90er Jahre Hits, Schlager, Mainstream Rock/Pop. Abwechslungsreicher als man auf einer Karnevalsveranstaltung erwarten würde. In Summe wirklich beeindruckend, was geboten wurde an Größe, Ambiente und Musik.

Bleibt die Frage: Hats genützt? Was hilft die beste Lokation, wenn die Stimmung nicht stimmt.Das der Abend nicht komplett in die Hose gehen würde, davon bin ich schon im Vorfeld ausgegangen. Dass er so herausragend werden würde, wie er es am Ende wurde, hätte ich mir im Vorfeld nicht gedacht. Von unseren sechs Stunden im Eurogress haben wir bestimmt fünf tanzend verbracht. Die eine Stunde ging für ein anmaßend schlechtes Programm der Prinzen nebst Gefolge (oder was auch immer diese Menschen darstellen wollten) und das anstehen an den “Waschräumen” drauf. So kann ich überglücklich festhalten: das war das schönste Geburtstagsgeschenk (sowohl die Karte, als auch die Begleitung 😉 ) dieses Jahr und die beste Feier seit langem!

Leider gabs auch Schlechtes: Ich weiß, zu jeder karnevalistischen Veranstaltung gehören ein Prinz mit Gefolge und mindestens ein Tanzmariechen. Damit kann ich mich auch gut arrangieren. Aber das auf dem Penn-Ball gebotene Programm war wirklich unterste Schublade. Davor muss sich selbst die Leistung der Grundschüler beim Kinderkarneval bei uns im Nachbardorf nicht verstecken. Das erste Tanzpaar (Tanzmariechen mit Partner) war voll in Ordnung (ich persönlich mags gar nicht, aber es gehört halt dazu und die beiden waren gut!). Ich hätte auch sehr gut und sogar gerne auf den Gesang des Penn-Prinzen verzichtet, aber die Lieder waren im Rahmen dessen, was man Karneval von einem Prinzen erwarten kann ziemlich gut und singen konnte er auch. Ging also auch vollkommen in Ordnung. Dann kam irgendeine andere Prinzengruppe (Prinz mit Gefolge). Die kleine Blaskapelle ohne einheitliches Outfit, die dementsprechend aussah wie ein Haufen Deppen, hat irgendein Karnevalslied gespielt und dann kam der absolute Absturz: Ich kann nicht mal erahnen, ob das, was in den nächsten ca. fünf Minuten dargeboten wurde ein Sketch oder irgendeine Geschichte sein sollte. Und es war so schlecht, das hinsehen fast weh tat. Dann noch ein Karnevalstanzpaar. Deren erste Session. Waren technisch nicht besonders sauber, aber schlimmer war noch: Er als Schlumpf, sie als Meckie verkleidet. Sah ziemlich bescheiden aus (obwohl die Kostüme für sich betrachtet schon klasse waren). Ich weiß nicht was dann noch kam, besser wurde es auf jeden Fall nicht mehr. Mindestens 20 der knapp 40 Programmminuten waren einfach peinlich. Sehr schade, denn gerade in Rahmen einer solchen Veranstaltung war das einfach nur anmaßend und wirkte auf mich eher wie eine Veralberung der Zuschauer als eine Unterhaltung.

Zum Abschluss: Der Penn-Ball ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Programm, habe ich mir sagen lassen, war in den Jahren zuvor besser (schlechter kann ich mir auch nur schwer vorstellen 😉 ), so dass man hoffen kann, dass da das Niveau wieder ein bisschen steigen wird. Falls nicht: in allen anderen Räumen läuft die Musik meines Wissens weiter, so dass man einfach dort weiterfeiern kann.

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