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Glück & Pech

Oft liegen Glück und Pech so nah beieinander:

Glück: Da hat ein Freund von mir kürzlich eine Nachricht auf seiner Voicebox, er habe 10.000 € gewonnen.

Pech: Die Nachricht ist schon alt, weil er seine Box eigentlich nicht nutzt. Um den Gewinn zu sichern hätte er sofort anrufen sollen.

Glück: Aber eigentlich sagt die nette Stimme auf der Box gar nichts davon, dass der Gewinn verfallen könne…

Pech: Die anzurufende Nummer ist eine ziemlich teure. 09001 kostet maximal 3,- € pro Minute (oder 30,- € pro Einwahl 😉 )

(Der gesunde Menschenverstand hat den Anschlussinhaber spätestens an dieser Stelle kurz kopfschüttelnd schmuzeln lassen. Hat er in Summe also eher Pech oder eher Glück gehabt?)

Möglichkeit 1:

Pech: es handelte sich um einen echten Gewinnanruf. Dann hat der Anschlussinhaber eben einen Renault Twingo (oder eine hohe Geldsumme) verloren, denn er hat nicht zurückgerufen.

Möglichkeit 2:

Glück: er hat das Geld für den Rückruf, Zeit und Ärger gespart.

Sicher sein kann man nicht, aber für eventuelle Betrüger würde sich das ganze doppelt lohnen: erstens natürlich, weil der Rückruf bei der Hotline Geld einbringt und weil man die erfragten Daten dann weiter verwerten kann. Hier der Voice-Box Inhalt: Gewinnanruf

Der Text der Nachricht:

Renault Twingo im Wert von 10.000 Euro oder eines Geldpreises in bis zu gleicher Höhe! Ist das eine tolle Überraschung? Sie haben das absolut richtig verstanden. Ihre Telefonnummer wurde ausgewählt und für die Zustellung Ihres Gewinns benötigen wir jetzt lediglich noch einige Angaben. Sie erhalten deshalb gleich die Telefonnummer von unserem Callcenter. Dort wartet man bereits auf Ihren Rückruf. Haben Sie etwas zum schreiben? Also: jetzt erst einmal die Telefonnummer. Bitte notieren Sie: [0900…] Ich wiederhole [0900]. Wie gesagt: Ohne die fehlenden Angaben können wir Ihnen den Gewinn leider nicht zustellen. Und damit Ihr Anspruch nicht verfällt, rufen Sie bitte sofort in unserem Callcenter an. Dort können Sie dann alles weitere besprechen. So jetzt noch einmal zum Vergleich: [0900…]

Gesundheit!?

Ich bin im Moment dabei, in einem Raum Silikon aus Fugen zu entfernen. Grob habe ich das jetzt geschafft, aber jetzt müssen noch in Feinarbeit die Silikonreste entfernt werden. Dazu habe ich einen Silikonentferner von Molto in die Hand gedrückt bekommen. Wie beschrieben habe ich damit alles bepinselt und ungefähr eine viertel Stunde gewartet. Ich finde nicht, dass es danach leichter ging.

Zusätzlich nervt beim Gebrauch des Silikonentferners ein penetranter Geruch. Riecht nicht schlecht (könnte durchaus Raumspray sein), aber eben sehr penetrant. Also habe ich entschieden, den Entferner mit einem Tuch abzuwischen und zu warten, bis der Geruch verfolgen ist. Das war am Mittwoch. Die ganze Nacht über hatte ich das Fenster komplett geöffnet (also nicht nur gekippt). Trotzdem ist der Geruch noch nicht weg. Jetzt frage ich mich, ob ich das einfach ignorieren soll, es riecht ja wie gesagt nicht schlecht, oder ob ich mir Sorgen um meine Gesundheit machen sollte.

Beschreibung zum Silikonentferner

Die Beschreibung macht mir nicht gerade Hoffnung, allerdings steht da nicht expliziet was von giftigen Dämpfen. Außerdem: wenn die tatsächlich schädlich wären, würden der Hersteller dann nicht, ähnlich wie bei Gas, einen schlecht riechenden Duftstoff beimischen? Ich bin verunsichert…

Freiheit vs. Sicherheit

Im Moment, der Krieg gegen den Terrorismus beherrscht immer wieder die Politik, kommt man in der öffentlichen und der privaten Diskussion kaum um das Thema “Überwachungsstaat” herum. Vorratsdatenspeicherung, Rasterfandung, Nummernschilderfassung, RDIF-Chips in Reispässen, biometrische Daten in Reisepässen und Videoüberwachung sind Stichworte, mit denen man sich immer wieder auseinandersetzen muss. Die Argumentation für alles diese Dinge scheint auf der Hand zu liegen: “Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu befürchten” lautet das mutmaßlich am meisten genutzte Argument in diesem Zusammenhang. Dem Wortlaut nach kann man dem (ohne spitzfindige Klimmzüge) nicht wiedersprechen. Weiterlesen

Gesunder Menschenverstand?!

Man hat sich ja daran gewöhnt, dass man auf Kaffebechern den Hinweis “Vorsicht Heiß” oder auf Plastiktüten den Hinweis bzgl. Erstinkungsgefahren bei unsachgemäßer Verwendung findet. Aber Hinweise dieser Art treiben immer wieder neue Blüten. Mit zu den bemerkenswerteren Auswüchsen gehört das Ladegerät meines Rasierapparates.

Es sind gleich drei Dinge, die es bemerkenswert werden lassen:

1. Mein über zehn Jahre altes Vorgängermodell der gleichen Preisklasse des selben Herstellers hatte noch ein praktisches Kabel, das man leicht ersetzen und überall verstauen konnte. Der x-te Nachfolger hat einen zwar recht kleinen und leichten Trafo, der aber naturgemäß mehr Platz wegnimmt, als mein altes Kabel. Und jetzt muss ich den Lader auch immer mit in den Urlaub nehmen, bis jetzt konnte ich einfach das Kabel meines Radios einfach auch für den Rasierer nutzen. Naja, dafür kann ich mich jetzt auch endlich im Urlaub mit Musik Rasieren…

2. Der Hinweis, dass man den Trafo nicht unter Wasser halten darf, ist ja vielleicht nicht ganz sinnfrei, denn der Rasierer selbst ist wasserfest. Ein bisschen seltsam wirkt es trotzdem.

Bild des Trafos mit Symbol

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