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Dorfleben

Das schöne am Leben in einem Dorf ist, dass einfach alles ein bisschen persönlicher ist. Man kennt sich untereinander. Keiner mauert sich ein. Und wenn sind die Mauern zumindest nur sehr klein. So wie die hier, die seit ca. zwei Monaten bei uns im Dorf steht:

Mauer

Kein besonderes Schmuckstück vielleicht, aber zumindest kann man nicht behaupten, die Leute würden sich einmauern. Vielleicht könnte man beim Anblick dieser mickrigen Mauer denken, da hätte sich jemand verschätzt, und das Geld habe einfach nicht gereicht, aber es ist viel einfacher: hinter der Mauer verläuft ein kleiner Trampelpfad, der, hinter zwei, drei Häusern vorbei, direkt zum einzigen echten Geschäft des Dorfes führt: dem Bäcker. Da es sich um einen Privatweg handelt und man von ihm aus einen schönen Einblick in die Hinterhausflächen der Umliegenden Häuser hat, war schon lange im Gespräch, diesen Weg zu “schließen”.

Die Mauer

(Blick auf den hinter der Mauer liegenden Weg)

Ich perönlich habe den Weg zwar selten, aber immer genutzt, wenn ich zum Bäcker gegangen bin. Trotzdem kann ich verstehen, dass die Anwohner des Weges gerne ein bisschen Privatsphäre hinter ihren Häusern haben. Aber ich frage mich ernsthaft: hätte man das nicht irgendwie anders, vielleicht zum Beispiel schöner regeln können?

Die Mauer

8 Kommentare

  1. “vielleicht zum Beispiel schöner” ? Definitiv!

    Aber ich wette, das kommt noch. Vorerst geht’s bestimmt erstmal um das Verändern der Verhaltensgewohnheiten (behavioristisch). Wer läuft schon gern aus Gewohnheit gegen eine Mauer?

    Stell Dir nur vor, die hätten da jetzt schon ein Blumenbeet etc. gepflanzt. Ich wette, es wäre ein Blumenbeet mit Trampelpfad geworden.
    So checkt jeder spätestens zum Zeitpunkt des Aufpralls und/oder des Drüberstolperns, dass das nicht mehr der offizielle Weg ist. Sollte das nicht helfen, könnte man auch irgend so ein Stachelgebüsch dorthin pflanzen, vielleicht auch dahinter (Stolperfalle + Dornenbeet) – DAS wirkt immer!!! 😉

    LG

  2. Schön ist echt was anderes… Mit anderen Worten: HÄSSLICH;-)

    Naja immerhin hat die Mauer die Farbe der Straße übernommen… und verstehen kann man den Bäcker auch!

  3. Menschen nehmen nun mal lieber Trampelpfade, weil diese meist den direkten Weg bilden. Die Frage ist, ob der Bäcker mit der Sperrung einverstanden ist, oder ob ihm nun vielleicht das eine oder andere Geschäft durch die Lappen geht, da der Weg weiter ist. Ich glaube allerdings, von dieser Mauer lässt sich niemand so richtig abhalten, man kommt ja noch vorbei. Ich bin mal gespannt, wie es weiter geht.

  4. abgesehen davon, dass das “Mäuerchen” echt nicht schön ist … um die Leute davon abzuhalten, diesen Weg zu nutzen, hätte man die Mauer schon größer machen müssen. Wie wäre es mit Dornengestrüpp und Maschendrahtzaun mit Stacheldraht? 😉 Ob das dann optisch besser ist…

  5. @Sarina: Kommt drauf an, wieviele people da rein laufen… 😛
    Bestenfalls wird’s sogar farbig… Somit wär auch Anke zufrieden gestellt. 😉

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